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Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreuen


Deutsche Bundesregierung: Auch Optionskommunen müssen überwacht werden
Anzahl an Fällen von "sachfremder Mittelverwendung" durch die zugelassenen kommunalen Träger werde von der Bundesregierung nicht statistisch erfasst


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(03.06.10) - Der Bund muss die rechtmäßige Verwendung von Bundesmitteln auch in Optionskommunen überwachen. Dies schreibt die Deutsche Bundesregierung in der Antwort (17/1564) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/1326) und weist auf die "Finanzierungsverantwortung" des Bundes in diesem Zusammenhang hin. Optionskommunen sind Städte und Gemeinden, die Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreuen.

Die Ausgestaltung der Rechts- und Fachaufsichtsbeziehungen werde im Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende geregelt, das die Regierung bereits beschlossen hat und das derzeit vom Bundestag beraten werde. "Die Bundesregierung will mit der Beantwortung dieser Anfrage den parlamentarischen Beratungen des Gesetzentwurfs nicht vorgreifen", schreibt die Regierung weiter.

Die Anzahl an Fällen von "sachfremder Mittelverwendung" durch die zugelassenen kommunalen Träger werde von der Bundesregierung nicht statistisch erfasst, heißt es. Eine statistische Erfassung erfolge hingegen über den Umfang derjenigen Mittel, die der Bund von den Optionskommunen zurückfordert.

Rückforderungen würden aufgrund nicht ordnungsgemäßer oder rechtswidriger Mittelverwendung im Rahmen der jährlichen Schlussrechnungsprüfung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gegenüber den betroffenen Optionskommunen geltend gemacht, schreibt die Regierung.

Bis April 2010 seien 83.996.122,41 Euro an Bundesmitteln für die Haushaltsjahre 2005 bis 2008 zurückgefordert worden, wobei die Prüfung des Haushaltsjahres 2008 noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Gemessen am Mittelabruf beziehungsweise an den zur Verfügung stehenden Bundesmitteln liege die Quote der Rückforderungen gegenüber den Optionskommunen über alle Titel im Zeitraum 2005 bis 2008 bei 0,6 Prozent. (Deutsche Bundesregierung: ra)

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Meldungen: Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat

Datenschutzaffäre bei der DB AG Nach übereinstimmender Erkenntnis der Sonderermittler, der Deutschen Bahn AG (DB AG) und des Berliner Datenschutzbeauftragten gibt es keine neuen Erkenntnisse über nicht bereits im Rahmen der Sonderermittlung identifizierte Begehungsformen.

Vergabe von Hermesbürgschaften Bei der Vergabe von Hermesbürgschaften, Investitionsgarantien und ungebundenen Finanzkrediten werden menschenrechtliche Aspekte "maßgeblich" berücksichtigt. Dies erklärt die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2693) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2592).

Dienstleistungsrichtlinie und Entsenderichtlinie Die in Deutschland geltenden Branchenmindestlöhne seien auch von ausländischen Dienstleistungserbringern einzuhalten, statuiert die Deutsche Bundesregierung in einer Antwort (17/2722) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der SPD (17/2508).

Steuervereinfachung im Mittelpunkt Derzeit sind belastbare Aussagen über die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 nur "eingeschränkt" möglich. Dies erklärte die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2696) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2564).

Verunsicherung der Anleger Die Deutsche Bundesregierung sieht keinen Zusammenhang zwischen der von ihr geplanten Gesetzesänderung für offene Immobilienfonds und der Aussetzung der Anteilsrücknahme beim offenen Fonds "AXA Immosolutions".

Lebensmittelsicherheit & Nahrungsergänzungsmittel Zum 1. Juli 2007 trat die so genannte Health-Claims-Verordnung (EG) 1924/ 2006 in Kraft. Mit dieser Verordnung soll sichergestellt werden, dass künftig Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel nur dann mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben werden, wenn diese wissenschaftlich belegt sind. Unseriöse Angaben, die die Verbraucherinnen und Verbraucher täuschen, anstatt zu informieren, sollen damit ausgeschlossen werden.

Kreditvergabe an Unternehmen stabilisiert sich Die Deutsche Bundesregierung geht davon aus, dass sie mit zwei fiskalpolitischen Entlastungsmaßnahmen für Bürger und Unternehmen im Gesamtvolumen von rund 100 Milliarden Euro "einen umfangreichen Beitrag zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft und damit auch der Weltwirtschaft in der weltweit schwersten Krise der Nachkriegszeit" geleistet hat.

Förderung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich Die Förderung von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich soll so schnell wie möglich eingestellt werden. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen empfiehlt in seinem von der Bundesregierung als Unterrichtung (17/2272) vorgelegten Hauptgutachten "Welt im Wandel – Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung" ein sofortiges Einfrieren der Beimischungsquoten zu fossilen Kraftstoffen.

Weiterentwicklung der Pflegeberufe Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Weiterentwicklung der Pflegeberufe" will voraussichtlich Ende März 2011 Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz vorlegen. Die Arbeitsgruppe habe dies als Ziel formuliert, schreibt die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2301) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/2051).

Immer im Einsatz: Finanzkontrolle Schwarzarbeit Die Deutsche Bundesregierung will nach Abschluss und Auswertung eines Pilotprojekts prüfen, ob der Zoll auf Großbaustellen dauerhaft präsent sein soll, um stärker gegen Schwarzarbeit vorgehen zu können. Wie es in der Antwort der Bundesregierung (17/2311) auf die Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/2038) heißt, sind Bedienstete der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" derzeit täglich im Schichtbetrieb auf der Baustelle des Kohlekraftwerks Neurath tätig.

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