Compliance-Officers kontra Betrugsrisiken


"Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche": Als besonders effektiv hat sich aus Sicht der Compliance-Verantwortlichen die Funktionstrennung erwiesen
Studie deckt auf: Europäische Finanzbranche fürchtet steigendes Betrugsrisiko

Bernd Michael Lindner:
Bernd Michael Lindner: Deutliche Unterschiede bei Maßnahmen zur Betrugspräventation, Bild: Steria Mummert Consulting

(18.06.09) - 76 Prozent der führenden Finanzinstitute in Europa gehen davon aus, dass die Betrugsrisiken für Banken in den kommenden Jahren steigen werden. Um dem entgegenzutreten, sehen die Compliance-Experten die größten Herausforderungen im IT-Bereich und in den damit verbundenen Betrugsfeldern.

Bei den Maßnahmen zur Betrugsprävention zeigen sich in den europäischen Ländern jedoch deutliche Unterschiede, wie Bernd Michael Lindner, Compliance-Experte von Steria Mummert Consulting, mitteilte. Während die deutschen Institute ihre IT-Überwachung verstärkt auf den Insiderhandel und Marktmanipulationen konzentrieren (71 Prozent), zielt das europäische Ausland vor allem auf Prävention im Zahlungsverkehr (92 Prozent). Das ist das Ergebnis der Studie "Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche", die von Steria Mummert Consulting erstellt wurde.

Neben den rein finanziellen Schäden drohen auch Reputationsrisiken für Banken und Finanzdienstleister, wenn Betrugsversuche zum Erfolg führen. Daher setzen die Institute in Europa zahlreiche Methoden ein, um mit Anti-Fraud-Maßnahmen eine wirksame Risikoabsicherung gegen Betrugsstraftaten aufzubauen.


Als besonders effektiv haben sich dabei aus Sicht der Compliance-Verantwortlichen die Funktionstrennung (72 Prozent), das 4-Augen-Prinzip (68 Prozent) und die Einführung einer internen Revision (65 Prozent) erwiesen. Mit einer Kombination relativ kostengünstiger und bekannter Maßnahmen wie diesen können Unternehmen nach eigenen Angaben häufig eine wirksame Basis-Risiko-Absicherung erzielen, wie die Studie ergab.

Für mittlere bis große Institute sind dabei aufgrund der Vielfalt und Komplexität der zu untersuchenden Daten IT-Systeme unumgänglich. Knapp drei Viertel der Institute gaben an, dass sie IT-gestützte Lösungen für ihre Transaktionsüberwachung verwenden.

Lesen Sie zum Thema "IT-Security" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Der für die IT-Überwachung nötige Indizienkatalog wird jedoch von der Mehrheit der Institute (62 Prozent) nur unregelmäßig und anlassbezogen aktualisiert. Anlassbezogene Updates in kürzerer Taktung wie zum Beispiel wöchentlich (fünf Prozent), monatlich (drei Prozent) oder quartalsweise (13 Prozent) werden nur von einer Minderheit der Institute durchgeführt. (Steria Mummert Consulting: ra)

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