Widerstand gegen das Glühlampenverbot
Europaministerin Emilia Müller wehrt sich gegen das EU-weite Glühbirnenverbot: "Wir brauchen kein Ökodiktat aus Brüssel"
"Die zwangsweise Abschaffung der Glühbirne ist überflüssiger Aktionismus der EU-Kommission ohne Blick auf die Folgen wie beispielsweise die Entsorgungsproblematik"
(18.02.09) - Bayerns Europaministerin Emilia Müller hat den Beschluss des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments vom Dienstag, das Glühbirnenverbot zu unterstützen, scharf kritisiert.
Müller stellte fest: "Wir brauchen kein Ökodiktat aus Brüssel. Ich trete für eine umweltfreundliche Industrie- und Produktpolitik ohne Entmündigung des Verbrauchers ein. Die zwangsweise Abschaffung der Glühbirne ist überflüssiger Aktionismus der EU-Kommission ohne Blick auf die Folgen wie beispielsweise die Entsorgungsproblematik."
Müller kündigte an, dass die Staatsregierung gemeinsam mit den Europaabgeordneten im Rat und im Parlament gegen das Glühbirnenverbot vorgehen wird. Müller sagte: "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass das Verbot der Glühbirne wieder vom Tisch kommt."
Das EU-weite Glühlampenverbot wird nicht nur aus Gründen der Entsorgungsproblematik heftig kritisiert. Auch der hohe Blaulichtanteil der alternativen Energiesparlampen und Neon-(Tageslicht)lampen wird seitens der Mediziner als hochrangige Gefahr für die Gesundheit eingestuft. Untersuchungen in den USA haben bereits ergeben, dass Nachtschichtarbeiter, die in einem erhöhten Maße dem Blaulicht ausgesetzt sind, ein wesentlich höheres Krebsrisiko tragen. (Bayerische Staatskanzlei: ra)
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